Verkehr in Waldems:
Probleme sammeln, Zuständigkeiten zusammenbringen, Lösungen suchen
Zu schnell, zu laut, zu eng oder einfach unübersichtlich: Beim Thema Verkehr gibt es in Waldems viele unterschiedliche Anliegen. Einige davon beschäftigen Anwohner, Ortsbeiräte und Gemeinde bereits seit Jahren. Mit meinem neuen „Problemmelder Verkehr & Mobilität“ möchte ich diese Themen systematisch zusammentragen – und gleichzeitig zeigen, wie ich im Falle meiner Wahl mit solchen Problemen umgehen möchte.
Wer sich mit Verkehrsfragen beschäftigt, merkt ziemlich schnell: Eine naheliegende Lösung ist noch lange keine umsetzbare Lösung.
Je nachdem, um welche Straße es geht, können unterschiedliche Stellen verantwortlich sein. Bei Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen liegen Zuständigkeiten nicht automatisch bei der Gemeinde. Auch für bestimmte verkehrsrechtliche Maßnahmen braucht es Entscheidungen oder Zustimmungen anderer Stellen.
Das kann für Bürgerinnen und Bürger frustrierend sein – und ebenso für diejenigen, die sich vor Ort seit Jahren um Verbesserungen bemühen.
Es wurde bereits viel versucht
Mir ist dabei eines wichtig: Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, in Waldems sei beim Thema Verkehr bisher nichts passiert.
Die Gemeinde hat sich bereits mit zahlreichen Problemen beschäftigt. Auch unsere Ortsbeiräte kennen viele der kritischen Stellen sehr genau und setzen sich teilweise seit Jahren für Verbesserungen ein.
Trotzdem bleiben Probleme bestehen.
Und genau an diesem Punkt möchte ich ansetzen.
Denn ein Nein der zuständigen Stelle mag eine bestimmte Maßnahme zunächst beenden. Das Problem, das die Menschen vor Ort wahrnehmen, ist damit aber nicht automatisch verschwunden.
Erst einmal möchte ich wissen, wo der Schuh drückt
Deshalb habe ich den „Problemmelder Verkehr & Mobilität“ eingerichtet.
Dort können Bürgerinnen und Bürger konkrete Stellen in Waldems melden und beschreiben, worum es geht: beispielsweise zu hohe Geschwindigkeit, viel Verkehr, Lkw-Verkehr, Verkehrslärm, eine Engstelle, schlechte Sicht, fehlende Querungsmöglichkeiten oder Probleme auf einem Schulweg.
Dabei interessiert mich nicht nur wo ein Problem besteht. Ich möchte auch erfahren, wann es besonders auftritt, wer davon betroffen ist und welche Erfahrungen die Menschen vor Ort damit gemacht haben.
Die Meldungen sollen mir zunächst helfen, einen besseren Gesamtüberblick für Waldems zu bekommen.
Der Problemmelder ist dabei ausdrücklich kein offizielles Meldeportal der Gemeinde Waldems, sondern ein Angebot im Rahmen meiner Bürgermeisterkandidatur.
Manches muss man sich vor Ort ansehen
Nicht jedes Verkehrsproblem lässt sich vom Schreibtisch aus vernünftig beurteilen.
Gerade bei komplexeren Situationen halte ich es für sinnvoll, gemeinsam mit den Menschen und – wo erforderlich – mit Fachleuten an die betreffende Stelle zu gehen.
Wie sind die Sichtverhältnisse tatsächlich? Wie bewegt sich der Verkehr? Wo laufen Fußgänger? Welche baulichen Möglichkeiten bestehen überhaupt?
Ein Ortstermin garantiert noch keine Lösung. Er kann aber helfen, ein Problem besser zu verstehen und mögliche Alternativen zu erkennen.
Mein Ziel: ein Runder Tisch Verkehr
Sollte ich am 14. Februar 2027 zum Bürgermeister gewählt werden, möchte ich deshalb noch einen Schritt weitergehen.
Mein Ziel ist ein „Runder Tisch Verkehr“, bei dem wir die unterschiedlichen Beteiligten zusammenbringen.
Gemeinde, zuständige Stellen und Straßenbaulastträger sowie – abhängig vom jeweiligen Problem – Ortsbeiräte und weitere Beteiligte sollen konkrete Problemstellen gemeinsam betrachten und nach realistischen Möglichkeiten suchen.
Dabei möchte ich ausdrücklich das Wissen unserer Ortsbeiräte einbeziehen. Wer sich seit Jahren mit einer bestimmten Stelle beschäftigt, kennt häufig auch die bisherige Geschichte: Was wurde schon vorgeschlagen? Was wurde geprüft? Was wurde abgelehnt – und mit welcher Begründung?
Dieses Wissen sollten wir nutzen.
Ich verspreche nicht, dass alles möglich wird
Das gehört für mich genauso dazu.
Ich kann nicht versprechen, dass sich für jedes Verkehrsproblem eine Lösung finden lässt.
Auch als Bürgermeister kann ich Zuständigkeiten, Gesetze oder fachliche Entscheidungen anderer Stellen nicht einfach außer Kraft setzen.
Was ich aber versprechen kann, ist eine andere Art, damit umzugehen:
Dranbleiben. Nachfragen. Begründungen nachvollziehen. Alternativen suchen. Beteiligte zusammenbringen.
Und wenn am Ende tatsächlich keine vertretbare Möglichkeit besteht, gehört für mich auch dazu, das offen zu sagen und nachvollziehbar zu erklären.
Denn manchmal lautet das Ergebnis tatsächlich: Es geht nicht.
Aber zwischen „geht nicht“ und „wir haben gemeinsam geprüft, warum es nicht geht und ob es eine andere Möglichkeit gibt“ besteht für mich ein entscheidender Unterschied.
Wo gibt es in Ihrem Ortsteil ein Verkehrsproblem?
Wenn Sie eine Stelle kennen, an der wir genauer hinschauen sollten, können Sie diese über meinen Problemmelder Verkehr & Mobilität eintragen.
Je genauer Sie die Situation beschreiben, desto besser kann ich mir ein Bild davon machen.
Wichtig: Bei akuten Gefahren oder Schäden, die ein unmittelbares Eingreifen erforderlich machen, wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Behörde.
